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Konferenzbeitrag bei der EIBA 2025 in Athen
Im Dezember 2025 präsentierte Elisabeth Bethge auf der internationalen Jahreskonferenz der European International Business Academy (EIBA) in Athen (Griechenland) ein aktuelles Forschungsprojekt, das im Rahmen des Förderprogramms "Gender in Focus" gefördert wird.
Der Forschungsbeitrag untersucht, welchen Mehrwert Vielfalt unter Forschenden, sowohl in Bezug auf Geschlecht als auch auf kulturelle Hintergründe, für gesellschaftlich relevante Wissenschaft leisten kann. Im Zentrum der Analyse stehen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichte Forschungsarbeiten und deren gesellschaftliche Wirkung. Diese wird zum einen über den inhaltlichen Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDGs) und zum anderen über die Zitation wissenschaftlicher Publikationen in politischen Dokumenten gemessen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass Diversität allein nicht automatisch zu gesellschaftlich relevanterer Forschung führt. Vielmehr prägen institutionelle Rahmenbedingungen wissenschaftlicher Fachzeitschriften sowie disziplinspezifische Bewertungsmaßstäbe, welche Themen und Perspektiven publiziert werden und gesellschaftliche Sichtbarkeit erlangen. Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass sich in den STEM-Fächern ein signifikanter positiver Zusammenhang zwischen der Diversität von Forschungsteams und einer höheren Relevanz der veröffentlichten Arbeiten zeigt. In nicht-STEM-Disziplinen lässt sich ein entsprechender Zusammenhang hingegen nicht nachweisen. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, unter welchen institutionellen Bedingungen Diversität in der Wissenschaft zu messbarer gesellschaftlicher Wirkung beitragen kann.