Geld 2

Drittmittelprojekte

Ausgewählte Drittmittelprojekte der Fakultät
Crowdfunding: Ein alternatives Finanzierungsinstrument für Gründer und Kreative? (Dr. Regner) Inhalt einblenden

DFG-Projekt

Crowdfunding, eine Alternative zu traditionellen Finanzierern wie Banken oder Venture Capital, ist ein sehr junges Phänomen und ist in den letzten Jahren exponentiell gewachsen. Es hat das Potential, das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage im Markt für Gründer- bzw. Kreativenfinanzierung zu verbessern. Die Beziehung zwischen Gründern/Kreativen, die Kapital benötigen, und externen Geldgebern wird beeinträchtigt durch Informationsasymmetrien bezüglich des Projekts des Gründers. Effizienzverluste sind die Folge, da Projekte keine Förderung finden, weil Intermediäre nicht in der Lage sind, die Gründer bzw. deren Projekte effektiv zu evaluieren. Das Ziel des Forschungsprojekts ist es, herauszufinden, warum Crowdfunding erfolgreich ist, wann es gut/schlecht funktioniert, und wie es eventuell noch besser funktionieren kann.

Laufzeit: 04/2016 bis 03/2019

Das Erbe des DDR-Innovationssystems in den ostdeutschen Regionen (Prof. Dr. Michael Fritsch & PD Dr. Michael Wyrwich) Inhalt einblenden

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Projekt analysiert die langfristigen Folgen des Sozialismus und der Transformation Ostdeutschlands nach der Deutschen Vereinigung für die Innovationsaktivitäten in den Regionen der Neuen Länder. Dabei werden sowohl Vergleiche zwischen Ost- und Westdeutschland als auch zwischen Ostdeutschland und anderen ehemals sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas angestellt. Das Ziel besteht darin zu klären, inwieweit die Innovationsschwäche der ostdeutschen Regionen über die bereits aus der Literatur bekannten reinen Strukturmerkmale hinaus auf ein institutionelles Erbe des Sozialismus (und der Zeit davor) zurückzuführen sind. Zur Durchführung dieser empirischen Analysen wird eine Datenbank mit Indikatoren und Informationen zur technologischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Regionen aufgebaut. Dabei besteht eine wesentliche Aufgabe in der Erschließung historischer Daten zum Innovationsverhalten und zu damit zusammenhängenden Faktoren während der DDR-Zeit und der Zeit davor.

Das Projekt ist Teil eines Verbundprojekts mit dem Titel „Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR Entstehung und Folgen im innerdeutschen Vergleich und im Vergleich mit Nachbarländern in Ostmitteleuropa (Akronym: Mod-Block-DDR, Koordinator: Universität Bremen; Weitere Verbundpartner: TU Berlin; Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder). Das wissenschaftliche Arbeitsziel des Verbunds besteht darin, die staatssozialistischen Modernisierungsblockaden in Wirtschaft und Wissenschaft der DDR zu identifizieren, ihre Wirkungen auf die vergangene realwirtschaftliche Entwicklung zu analysieren und ihren bis heute andauernden Einfluss auf die sozio-ökonomischen Disparitäten zwischen den Alten und den Neuen Bundesländern aufzuzeigen.

Laufzeit: 01.12.2018 – 30.11.2022

Die kulturelle Konstruktion von Unternehmensverantwortung: Eine komparative Studie am Beispiel drei entwickelter Kulturnationen (Prof. Dr. Walgenbach) Inhalt einblenden

DFG-Projekt

Die vorliegende Literatur vernachlässigt weitgehend die Bedeutungsdimension des Konzeptes Unternehmensverantwortung. Was Verantwortung ist oder nicht, ist stets Ausdruck einer sozialen Konstruktion. Der Weltkultur-These im Neo-Institutionalismus folgend, müsste sich das kulturell geteilte Verständnis von Unternehmensverantwortung global angeglichen haben. Dementsprechend verbreitet sich Unternehmensverantwortung nicht nur als allgemeiner, inhaltsneutraler Begriff oder in Form von Praktiken, sondern auch auf einer normativen und kognitiven Ebene. Im vorliegenden Forschungsprojekt wollen wir diesen bislang nur angenommenen Angleichungsprozess empirisch untersuchen. Dazu wollen wir einerseits mithilfe quantitativer (computer-)linguistischer Analysemethoden am Beispiel dreier, für die Weltökonomie bedeutsamen, Länder (Deutschland, Großbritannien, USA) im Längsschnitt (1950 bis 2015) das kulturelle Verständnis von Unternehmensverantwortung untersuchen. Mit diesem Vorgehen wollen wir den vermuteten Wandel des Verantwortungsverständnisses im Zeitverlauf sichtbar machen. Andererseits soll parallel hierzu vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichten der drei Länder die bisherige Literatur zur Unternehmensverantwortung in historischer Perspektive systematisch aufgearbeitet werden. Anschließend sollen beide Seiten der Analyse zusammengeführt und unsere Forschungsfragen einer empirischen Untersuchung unterzogen werden. Die beantragte Studie zielt darauf, Implikationen sowohl für die Theorie des Neo-Institutionalismus, als auch den wissenschaftlichen Diskurs über die Verantwortung von Unternehmen abzuleiten.

Die Laufzeit ist voraussichtlich bis 30.09.2019.

Erschließung exogener Potentiale zur Verringerung des drohenden Fachkräftemangels in Thüringen: Zur besonderen Rolle internationaler Studierender und hochqualifizierter Arbeitskräfte (Prof. Dr. Übelmesser) Inhalt einblenden

Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mittelns des Europäischen Sozialfonds (ESF)

Prognosen zufolge wird die Bevölkerung Thüringens in den nächsten Jahrzehnten stark abnehmen. Damit verbunden ist ein massiver Rückgang des Fachkräftepotenzials, der den Wirtschaftsstandort Thüringen mittel- bis langfristig vor erhebliche Herausforderungen stellt. Das transdisziplinäre Projekt HiTh – Hochqualifiziert. International. Thüringen. untersucht in diesem Zusammenhang, inwiefern internationale Studierende und hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland dieser Entwicklung entgegenwirken können.
Konkret zielt das Projekt darauf ab, internationale Studierende für den Wirtschaftsstandort Thüringen durch einen erleichterten Übergang in den lokalen und regionalen Arbeitsmarkt zu gewinnen sowie Unternehmen für das Potenzial internationaler Fachkräfte zu sensibilisieren, um in Thüringen befindliche hochqualifizierte internationale Fachkräfte langfristig im Freistaat zu halten.

Im Einzelnen umfasst das Projekt HiTh:

  • die Umsetzung und Evaluierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Aufnahmefähigkeit und Bindungskraft Thüringer Unternehmen für internationale Studierende und Fachkräfte,
  • die Generierung einer umfassenden Datenbasis durch Befragungen von internationalen Studierenden, Fachkräften sowie Thüringer Hochschulen und Unternehmen,
  • die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Thüringer Wirtschaft, Politik und Hochschulen sowie
  • einen umfassenden Transfer der Ergebnisse an die Beteiligten und die breite Öffentlichkeit.

Projektpartner:

  • Prof. Sebastian Henn (FSU, Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie),
  • Dr. Claudia Hillinger (FSU, Internationales Büro),
  • Winfried Röpke (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH)

Laufzeit: 06/2016 bis 05/2019

InDUI - Innovationsindikatorik für den Doing-Using-Interacting-Mode von KMU, Teilprojekt: Tiefenanalyse der DUI Modus auf der Mikroebene - Unternehmer und Schlüsselpersonal (Prof. Dr. Cantner) Inhalt einblenden

Vom BMBF gefördert

Das Projekt InDUI präzisiert die empirische Erfassung von DUI-Innovationsaktivitäten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf kleinen und mittelständischen Unterneh-men (KMU), da kleinere Unternehmen ihre technologischen und nicht-technologischen Innovationen häufig mit nur geringen Anteilen oder gänzlich ohne eigene, formale FuE hervorbringen. Ein jüngst vorgenommener Ländervergleich zeigt, dass im deutschen KMU-Sektor die Konzentration auf diese Art der Innovationtätigkeit besonders stark ausgeprägt ist. Das Ziel von InDUI ist es daher, ein Indikatorenset zu entwickeln, das den Innovationsoutput von solchen Unternehmen und regionalen Innovationssystemen messbar macht, die besonders stark durch den DUI-Modus charakterisiert sind. Dabei werden die den DUI-Innovationen zugrunde liegenden Lernprozesse und Verhaltensmuster, wie sie aus den Felddaten erkennbar sind, im ökonomischen Experiment abgebildet und unter kontrollierten Laborbedingungen untersucht. Dieser methodische Zugang erlaubt es, zentrale Verhaltenskomponenten zu identifizieren und die verhaltensökonomischen und psychologischen Mechanismen hinter DUI-Innovationsprozessen von Individuen, Unternehmen und ganzen Innovationsregionen zu erklären. Nach Abschluss der initialen Entwicklung des Indikatorensets folgt die Phase der erstmaligen praktischen Indikatorenanwendung innerhalb der drei Reallabore Südniedersachsen, der Region Hannover und der Impulsregion Erfurt/Weimar/Jena. Die Transferphase beinhaltet eine breite, adressatenspezifische Kommunikation der Projektergebnisse. Dies beinhaltet insbesondere die wissenschaftliche Innovationsforschung, die Praxispartner aus den Reallaboren, sowie Praktiker der Innovationspolitik.

Laufzeit: 10/2017 bis 09/2020

Investitionen in Sprachkenntnisse und Migrationsentscheidungen (Prof. Dr. Übelmesser) Inhalt einblenden

DFG-Projekt

Migration ist in den letzten Jahrzehnten im Zuge der zunehmenden Globalisierung zu einem wichtigen Aspekt geworden. Für die meisten Migranten sind dabei Sprachkenntnisse von großer Bedeutung. Empirische Forschung zum Zusammenhang zwischen Sprachkenntnissen und Migration ist allerdings bisher auf Grund fehlender, qualitativ hochwertiger Daten insbesondere zu Spracherwerb, Sprachkenntnissen sowie Migrationsabsichten potentieller Migranten nur beschränkt möglich. Im Rahmen des Projekts sollen deshalb Befragungen von Sprachkursteilnehmern an Goethe-Instituten weltweit durchgeführt werden. Die Daten werden Informationen zu individuellen Migrationsabsichten und bisheriger Migrationserfahrung enthalten, zum Niveau der Sprachkenntnisse und den Gründen für das (Nicht-)Erlernen von Sprachen, sowie zum sozioökonomischen Hintergrund der Teilnehmer, insbesondere zu ihren Bildungsbiographien. Mit diesen Daten wollen wir die Gründen des Erwerbs von Sprachen im Heimatland und dessen Determinanten erfassen sowie den Zusammenhang zwischen Migrationsabsichten auf der einen Seite und Sprachkenntnissen und individuellen und länderspezifischen Eigenschaften auf der anderen Seite untersuchen. Der Fokus auf Migrationsabsichten ermöglicht ein besseres Verständnis von Migrationsbarrieren als eine Betrachtung tatsächlicher Migration. Daneben werden wir untersuchen, ob Migration mit der internationalen Anwendbarkeit der erworbenen Bildung zusammenhängt, und versuchen, Investitionen in Sprachkenntnisse im Kontext geschlechtsspezifischer Migrationsabsichten besser zu verstehen.

Projektpartner: Prof. Panu Poutvaara (ifo Institut, München)

Laufzeit: 02/2018 bis 01/2020

Low-end Innovationen: Eine Untersuchung zu Schlüsselpersonen und organisatorischen Ökosystemen (Prof. Dr. Walsh) Inhalt einblenden

DFG-Projekt in Kooperation mit der Fachhochschule in Bern

Low-end Innovationen sind neue Produkte, die günstiger sind als bisher verfügbare Produkte. Sie befähigen Unternehmen, Märkte zu erobern, Wachstum zu beschleunigen und Gewinne zu erwirtschaften. Sie befriedigen außerdem Bedürfnisse nach neuen erschwinglichen Produkten und sie können dazu beitragen, das Gesundheits- und Bildungswesen bezahlbar zu machen und somit gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Die bisherige Forschung konzentriert sich jedoch primär auf High-end Innovationen, also Innovationen, die teurerer sind als bisherige Produkte. Folglich erforscht das Projekt das Management von Low-end Innovationen. Es fokussiert dabei insbesondere Schlüsselpersonen für Low-end Innovationen, sogenannte Low-end Innovatoren, sowie Strategien zur Unterstützung eines organisationalen Ökosystems für Low-end Innovationen.

Laufzeit: 10/2018 bis 10/2021

Optimierung des Layouts von Parkplätzen (Prof. Dr. Boysen) Inhalt einblenden

DFG-Projekt

Ein drängendes Problem, welches es im Zusammenhang mit einer voranschreitenden Urbanisierung bei gleichzeitig starkem Drang der Menschen zu einem eigenen PKW zu lösen gilt, besteht darin, genug Parkraum für die Fahrzeuge in den Städten zur Verfügung zu stellen, ohne die Lebensräume der Menschen zu stark zu beschränken. Gegenstand dieses Projektes ist eine möglichst effiziente Nutzung des verfügbaren Parkraums. Dabei soll aber nicht eine technische Lösung durch das Parken von Autos in automatisierten Regal- und Aufzugsystemen betrachtet werden, sondern eine möglichst optimale Raumnutzung in konventionellen Parkplätzen durch eine Optimierung des Parkplatzlayouts. Mit Hilfe von Mathematischer Programmierung und Optimierungsalgorithmen soll eine maximale Anzahl an Stellplätzen auf einer gegebenen Grundfläche angeordnet werden, wobei die Erreichbarkeit eines jeden Stellplatzes von der Ein- und Ausfahrt der Parkfläche über ein internes Straßennetz gewährleistet sein muss. Die aus dem Projekt resultierenden Optimierungsverfahren können dann in Entscheidungsunterstützungssysteme und Layouttools für das Design von Parkplätzen integriert werden, wo sie etwa wie folgt genutzt werden können:

  • als erster, schnell generierter Ausgangspunkt für die weitere Anpassung durch (menschliche) Parkplatzdesigner oder
  • als obere Schranke für die maximale Anzahl an möglichen Stellplätzen, um bestehende oder neue Parkplatzlayouts zu evaluieren und Flächenbedarfe in der Städteplanung abschätzen zu können.

Trotz der unmittelbaren Praxisanwendbarkeit und der langen Tradition, welche Optimierungsverfahren in anderen Bereichen der Layoutplanung (etwa von Werkstätten auf einem Betriebsgelände oder von Stanzteilen auf Schnittmustern) haben, findet sich bis dato erstaunlich wenig wissenschaftliche Literatur zur optimalen Gestaltung von Parkplätzen. Diese Lücke soll mit dem hier beschriebenen Projekt geschlossen werden.

Laufzeit: 10/2016 bis 09/2019

OSiMa - Entwicklung der Nachfrage nach Sicherheitsleistungen in Deutschland (Prof. Dr. Freytag) Inhalt einblenden

In den letzten Jahren hat die Bedeutung der privaten Sicherheitswirtschaft spürbar zugenommen. Das gilt für die Bundesrepublik wie auch international. Damit stellen sich zwei Fragen, die miteinander zusammenhängen und die im Zentrum dieses Forschungsprojekts stehen. Erstens, worauf ist diese Entwicklung zurückzuführen? Dies ist die Frage nach den Determinanten, mithin nach den Treibern dieser Entwicklung. Und zweitens, wie ist diese Entwicklung zu bewerten, wenn man sie im Lichte des gesellschaftlichen Gesamtgefüges im Bereich Sicherheit betrachtet? Dieser Überlegung liegt zugrunde, dass die Sicherheitsgewährleitung zu guten Teilen zur staatlichen Verantwortung zu zählen ist. Unter Effizienzgesichtspunkten ist es aber auch angezeigt, dass private Haushalte und Unternehmen darüber hinaus noch Schutzleistungen auf Märkten nachfragen. Notwendig ist also eine gewisse, an bestimmten Kriterien orientierte Balance zwischen staatlicher und privater Verantwortung.

Laufzeit 09/2016 bis 08/2019

Planung und Steuerung von Sortersystemen (Prof. Dr. Boysen) Inhalt einblenden

DFG-Projekt

Distributionsnetze von Logistikunternehmen und Versandhändlern weisen typischerweise eine Hub-&-Spoke-Struktur auf. Anstatt Versender und Empfänger direkt miteinander zu verbinden, werden dabei Güter über zentrale Knotenpunkte, sogenannte Hubs, geleitet und Sendungsströme mit identischen Zielen konsolidiert. Aufgrund der Skaleneffekte, welche sich durch diese Bündelung ergeben, haben sich Hubs als essentielles Element in Distributionsnetzen für Massentransport etabliert, beispielsweise in Warenlagern und Paketsortierzentren für LKW, zur Gepäckabfertigung für Flugzeuge, an Containerhäfen für Schiffe und an Rangierbahnhöfen für Züge. Trotz hoher Investitionskosten bilden vollautomatische Sortiersysteme mittlerweile häufig das Rückgrat eines effizienten Konsolidierungsprozesses, was auf die vielfältigen Vorteile in Bezug auf Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit, Ergonomie und die Möglichkeit mit hohen Sendungsvolumina umzugehen, zurückzuführen ist. Obwohl dem Konsolidierungsprozess selbst in der wissenschaftlichen Literatur bereits viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, finden die direkten Auswirkungen auf Sortiersysteme, welche häufig den Engpass darstellen, kaum Beachtung. Daher widmet sich dieses Projekt der Planung und Steuerung derartiger Systeme und umfasst dabei die kurzfristige Steuerung existierender Systeme, die Sequenzierung eingehender Güterströme, die Planung ausgehender Güterströme sowie die Gestaltung des Layouts von sowohl ganzen Sortieranlagen als auch Subsystemen. In Fallstudien aus verschiedenen Anwendungsgebieten werden dabei Optimierungspotentiale identifiziert, mathematische Modelle formuliert und geeignete Lösungsverfahren entwickelt, um Engpässe im Konsolidierungsprozess zu reduzieren bzw. den Durchsatz der Sortiersysteme zu maximieren. Durch umfangreiche Simulationen wird zudem die Eignung der Verfahren auf ihre Praxistauglichkeit geprüft und die Struktur der Planungsprobleme und deren Lösungen genauer untersucht. Besonders letztere können Entscheidungsträger dabei unterstützen, ihre Prozesse zu verbessern.

Laufzeit 10/2015  bis 09/2018

Potentiale und Hemmnisse des Erkenntis- und Technologietransfers im Thüringer Innovationssystem (Prof. Dr. Cantner) Inhalt einblenden

Gefördert vom Land Thüringen über das Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, anhand des Reallabors Thüringen Transferprozesse zu erforschen. Die Erkenntnisse sollen weiterhin genutzt werden um empirisch validierte Politikempfehlungen abzuleiten, die es ermöglichen, Erfolge weiter auszubauen und bestehende Defizite im Technologietransfer zu reduzieren. Dazu werden entlang des Erkenntnis- und Technologietransferprozesses Analysen durchgeführt, die es erlauben, Treiber und Hemmnisse zu identifizieren, Lösungsansätze aufzuzeigen und insgesamt den Dialog bezüglich der gesellschaftlichen und kommerziellen Verwertung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu steigern.

Laufzeit: 08/2018 bis 12/2020

Stochastic DebtRank – Ein neuer Ansatz zur Identifizierung systemrelevanter Banken (Maik Wehlte M.Sc.) Inhalt einblenden

Gefördert von der Ernst-Abbe-Stiftung

Das Forschungsprojekt verbindet erstmals den statistischen und netzwerkbasierten Ansatz zur Identifikation von systemrelevanten Banken. Auf Basis eines von der Deutschen Bundesbank bereits zur Verfügung gestellten hochgranularen Datensatzes wird ein Netzwerk-Modell des deutschen Bankensystems erstellt. Dieses Modell wird anschließend um die Bonitätseinschätzungen (Ratings) der Banken ergänzt, um die Stochastik möglicher Bankausfälle deutlich realitätsnäher als bislang möglich erfassen zu können. Zur Bestimmung der systemischen Relevanz der Einzelinstitute wird der netzwerkbasierte DebtRank zu einem Stochastic DebtRank erweitert. Im Ergebnis gestattet das Projekt eine realitätsnähere Identifikation systemisch relevanter Banken, für die zusätzliche makroprudenzielle Regulierungsvorschriften nach Basel III angezeigt sind.

Laufzeit bis 03/2020

Tech4Germany - Deutschland im e-Goverment fit machen (Prof. Dr. Cantner) Inhalt einblenden

Gefördert durch die Volkswagen-Stfitung

Tech4Germany ist Europas erstes e-Government Summer-Fellowshipprogramm, in welchem talentierte StudentInnen und AbsolventInnen brennende e-Government Herausforderungen für die Bundesregierung lösen. Unter der Schirmherrschaft von Bundesminister und Chef des Bundeskanzleramts Helge Braun werden Fellows jedes Jahr zwischen August und Oktober in Kooperation mit dem Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) innovative Lösungen für Millionen von Bundesbürgern finden. Die Initiative Tech4Germany basiert auf einem dreiteiligen Ansatz – „Praxis, Aufklärung, Wissenschaft“

Laufzeit: 08/2018 bis 07/2020

Technologische Räume - Evolution, Potentiale und Politische Implikationen - TechSpace; Teilvorhaben: RIS3 Implikationen (Prof. Dr. Cantner) Inhalt einblenden

Vom BMBF gefördert

Das Projekt hat drei Schwerpunkte: Erstens präsentiert es das Konzept der Technologieräume als neuen empirischen Ansatz zur Analyse langfristiger Technologieentwicklungen. Dazu wird im Projekt eine Reihe von Indikatoren zur Evaluation dieser Entwicklungen erarbeitet, die insbesondere der Radikalität neuer Innovationen und Technologien Beachtung schenken. Zweitens werden die erarbeiteten Indikatoren zur Identifikation der Treiber dieser Entwicklungen (mit besonderer Berücksichtigung der Technologiepolitik) genutzt. Drittens widmet sich das Projekt der Frage, welche politischen Implikationen sich aus der (pfadabhängigen) Technologieentwicklung ergeben durch exemplarische Untersuchungen zur Bedeutung und Einbettung sogenannter Basistechnologien und der Entwicklung sowie Bewertung regionaler Smart-Specialization-Strategien. Eingebettet in einen innovations-, regional- und evolutionsökonomischen Rahmen basiert das methodische Vorgehen zwar auf Patentdaten, allerdings werden aufbauend auf dem neuen Ansatz der Technologieräume für diese neuen Indikatoren entwickelt und in ihrer Anwendung getestet. Zum Einsatz kommt ein Methodenmix aus deskriptiven Statistiken, netzwerkanalytischen Methoden, multivariaten Verfahren, qualitativen Fallstudien bis hin zur Entwicklung eines Software-Programms. Mit Hilfe des Projekts werden sowohl neue Erkenntnisse entwickelt, die die wissenschaftliche Diskussion weiter vorantreiben können (z. B. durch Entstehung radikaler Veränderungen) als auch politische und gesellschaftliche Implikationen besitzen (z. B. zur Wirkung von spezifischen Förderansätzen und der Entwicklung von Diversifizierungsstrategien).

Laufzeit: 01/2018 bis 12/2020

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