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Mitarbeiter werben Drittmittelprojekt ein

Jan Goldenstein und Philipp Poschmann erhalten DFG-Förderung
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Foto: Philipp Poschmann

Meldung vom: 23. November 2020, 09:08 Uhr | Verfasser/in: Kristina von Rhein

Formation und Wandel von Issue Fields: Eine Längsschnittuntersuchung am Beispiel der Digitalisierung in Deutschland (DFG)

Die Mitarbeiter Dr. Jan Goldenstein und Dr. Phlipp Poschmann (Lehrstuhl Organisation, Führung und Human Resource Management (Prof. Dr. Peter Walgenbach)) konnten für eins ihrer Forschungsprojekte DFG-Drittmnittel einwerben.

Die Fakultät gratuliert herzlich zu diesem Erfolg!

Zum Inhalt des Projektes:

Die neo-institutionalistische Organisationstheorie hat bislang vernachlässigt, die Prozesse der Formation und des Wandels von Issue Fields tiefgreifend zu untersuchen. Es unterbleibt weitgehend, wie es die Theorie eigentlich vorsähe, Felder als soziale Sphären aufzufassen, in denen Organisationen und Organisationsgruppen geteilte Bedeutungen, d.h. ein relationales Sinnsystem, konstruieren. Im vorliegenden Forschungsprojekt sollen deshalb die impliziten Feldprozesse fokussiert werden. Implizite Feldprozesse in Issue Fields meinen, dass sich Organisationen an bereits kommunizierten Bedeutun-gen orientieren und diese in ihre eigenen kommunizierten Bedeutungen einfließen lassen. Konkret werden in diesem Projekt die Entwicklungspfade von Issue Fields über die Zeit, die Interdependenz des Feldes mit seiner gesellschaftlichen Umwelt, sowie der Einfluss der spezifischen Feldformation und der am Feld teilnehmenden Organisationen zu bestimmten Zeitpunkten berücksichtigt. Die Fokussierung impliziter Feldprozesse ist deshalb bedeutsam, weil besonders diesen evolutionär-sozialen Entwicklungen ein signifikanter Anteil am Wandel einer Gesellschaft zugeschrieben wird. Als Untersuchungsobjekt wird das Issue Field, welches sich um das Thema der „Digitalisierung“ der Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland formiert, empirisch untersucht. Methodisch wird ein Mixed-Method-Ansatz genutzt, der eine quantitative, (computer-)linguistisch gestützte Analyse und flankierendes „close reading“ zur Untersuchung von Sprachdaten aus der Bundesrepublik Deutschland im Längs-schnitt (2000-2018) kombiniert. Als Datengrundlage werden Presseerzeugnissen sowie Organisations-veröffentlichungen herangezogen. Die beantragte Studie zielt darauf, Implikationen sowohl für die Feldtheorie des Neo-Institutionalismus, als auch den wissenschaftlichen Diskurs über die Digitalisierung abzuleiten.

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