boOst Innovationssprint Seminar

Erster "Innovation Sprint" erfolgreich beendet

10 Teams präsentierten innovative Lösungen für reale Herausforderungen
boOst Innovationssprint Seminar
Foto: Matvii Lytvynenko
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Meldung vom: | Verfasser/in: Kristina von Rhein

Innovation, Teamwork und Unternehmertum kamen während des ersten erfolgreichen Innovation Sprints in Jena zusammen

Die erste Ausgabe des Innovation Sprints, gemeinsam organisiert mit der boOst Startup Factory Mitteldeutschland, fand am 22. 06.26 mit einer abschließenden Pitch-Veranstaltung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ihren erfolgreichen Abschluss. Im Verlauf des intensiven fünftägigen Formats arbeiteten fast 50 Studierende aus unterschiedlichsten Fachbereichen in interdisziplinären Teams zusammen, um innovative Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln, die von Praxispartnern gestellt wurden. 

Der Innovation Sprint brachte Studierende mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen zusammen und stellte so sicher, dass jedes Team interdisziplinär arbeitete sowie vielfältige Perspektiven, Fachkenntnisse und Herangehensweisen in den gesamten Innovationsprozess einbrachte. Unter Anwendung von Methoden aus den Bereichen Entrepreneurship und Design Thinking durchliefen die Teilnehmenden – eingebettet in eine äußerst intensive und praxisorientierte Lernumgebung – die Phasen von der Problemerforschung und Nutzeranalyse über die Ideenfindung und Prototypenentwicklung bis hin zum abschließenden Pitch. Ein wesentlicher Aspekt des Innovation Sprints war der starke Fokus auf Rapid Prototyping und greifbare Innovationen. In diesem Zusammenhang sind wir der Lichtwerkstatt Jena zu besonderem Dank verpflichtet, die während des Innovation Sprints Workshops zu den Themen 3D-Druck und Laserschneiden anbot. Diese Workshops ermöglichten es den Studierenden, ihre Konzepte in physische Prototypen zu überführen und praktische Erfahrungen mit konkreten Fertigungs- und Prototyping-Technologien zu sammeln. 

Eine besonders wirkungsvolle, praxisnahe Herausforderung wurde von Katja Jarmer von der Initiative Innenstadt Jena eingebracht. Im Mittelpunkt dieser Aufgabe stand die Identifizierung innovativer Wege, um den lokalen Konsum in der Jenaer Innenstadt zu reaktivieren sowie den lokalen Einzelhandel angesichts veränderten Konsumverhaltens und wachsenden Wettbewerbsdrucks zu stärken und zu schützen. Die Studierenden waren aufgefordert, Ideen zu entwickeln, die dazu beitragen können, die Innenstadt attraktiver zu gestalten, die Bürgerbeteiligung zu fördern und besser auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen. Ein absoluter Höhepunkt der Abschlussveranstaltung war die Präsentation der zehn finalen Pitches, die nicht nur unternehmerische Kreativität, sondern auch die hohe gesellschaftliche und praktische Relevanz der entwickelten Ideen eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Ganz besonders gratulieren möchten wir den drei Gewinnerteams:

  • "Jena und ich": Im Rahmen der „Innenstadt Jena Initiative Challenge“ wurde eine partizipative digitale Plattform entwickelt, die darauf ausgelegt ist, die Kommunikation zwischen Bürgern und lokalen Entscheidungsträgern zu stärken. Über im gesamten Stadtgebiet verteilte, auf QR-Codes basierende Interaktionspunkte können die Bewohner auf einfache Weise Ideen, Wünsche und Anliegen rund um das städtische Leben teilen. Das Konzept wandelt verstreutes Feedback in strukturierte Erkenntnisse um, die eine reaktionsschnellere und datengestützte Stadtentwicklung fördern können. Besonders vielversprechend ist dabei die Aussicht, dass die Idee nun voraussichtlich in die praktische Umsetzung überführt wird und dazu beitragen könnte, das lokale Engagement sowie die wirtschaftlichen Aktivitäten in der Jenaer Innenstadt zu stärken.
  • "SafePaws": Es wurde ein Konzept für ein intelligentes Halsband entwickelt, das darauf abzielt, die Kommunikation zwischen Hunden, ihren Haltern und der Öffentlichkeit zu verbessern. Durch die Kombination von Sensoren, LED-Signalen und individuell anpassbaren Warnhinweisen trägt die Lösung dazu bei, die Grenzen des Hundes sichtbar zu machen, bevor stressige Situationen eskalieren. Das Projekt widmete sich einer äußerst praxisrelevanten Alltagsherausforderung und verknüpfte dabei Technologie, Sicherheit und Empathie auf innovative Weise.
  • "Nibble": Präsentierte eine KI-gestützte Anwendung für personalisierte Essensplanung und intelligentes Einkaufsmanagement. Basierend auf den individuellen Vorlieben und Bedürfnissen der Nutzer erstellt die App Rezepte, optimiert die Essensplanung und identifiziert kostengünstige Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung. Das Konzept verband künstliche Intelligenz, Personalisierung und Nachhaltigkeit mit praktischer Alltagstauglichkeit.

Die abschließenden Pitches wurden von einer Jury bewertet, die sich aus Felix Hagleitner (boOst Startup Factory Mitteldeutschland), Katja Jarmer (Initiative Innenstadt Jena), Susanne Herold (Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e.V. / getstarted2gether) sowie Prof. Dr. Matthias Menter und Emilie Holley (Friedrich-Schiller-Universität Jena) zusammensetzte.

Im Verlauf der Woche wurden die studentischen Teams zusätzlich durch intensive Coaching-Sitzungen unterstützt, die von Experten, Praktikern und Akteuren aus dem Startup-Umfeld des Ökosystems der boOst Startup Factory Mitteldeutschland durchgeführt wurden. Durch diesen engen Austausch entstand eine äußerst dynamische und kollaborative Lernatmosphäre, die den transferorientierten Geist des Formats eindrucksvoll widerspiegelte.

Als allererste Pilotdurchführung des „Innovation Sprint“ markierte diese Woche einen spannenden Meilenstein für die interdisziplinäre, transferorientierte und praxisnahe Lehre an unserem Lehrstuhl. Über die beeindruckenden Ideen hinaus, die während des Sprints entwickelt wurden, verdeutlichte das Format das enorme Potenzial, das entsteht, wenn Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozesses intensiv an realen Herausforderungen zusammenarbeiten.

Wir möchten allen teilnehmenden Studierenden, Coaches, Praxispartnern und Unterstützern – insbesondere unseren Kooperationspartnern der boOst Startup Factory Mitteldeutschland – herzlich danken, die dazu beigetragen haben, diese erste Ausgabe zu einer so erfolgreichen und inspirierenden Erfahrung zu machen.