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Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf stellt speziell für Jugendliche mit besonderen Unterstützungsbedarfen eine große Herausforderung dar. Zwar existiert inzwischen eine Vielzahl wissenschaftlich fundierter und praxiserprobter Bildungsinnovationen zur Förderung von Inklusion, doch wie diese erfolgreich in den Unterrichtsalltag integriert und dort langfristig wirksam verankert werden können, bleibt eine zentrale Aufgabe. Dieser widmet sich das neue Forschungsprojekt „Inklusion vor Ort“ (IvO). Es knüpft an die erfolgreichen Ergebnisse des Vorgängerprojekts „Selbstinszenierungspraktiken als Zugang zu einer selbstbestimmten, multimodalen Kompetenzfeststellung für (aus-)bildungsbenachteiligte Jugendliche“ – kurz SeiP – an, das durch das BMBFSJF (damals BMBF) gefördert wurde.
Damit gelingt dem Forschungsverbund der wirtschafts- und berufspädagogischen Professuren der Universitäten Jena, Paderborn und Rostock eine kontinuierliche Drittmittelförderung im Themenfeld „Inklusion in der Berufsbildung“. Das neue Projekt „Inklusion vor Ort“ (IvO) wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSJF) mit rund 790.000 Euro gefördert. Der Startschuss fiel bereits am 1. April 2026; die Laufzeit beträgt drei Jahre.
Der Standort Jena übernimmt dabei eine zentrale wissenschaftliche Rolle. Unter der Leitung von Prof. Frehe-Halliwell bringt die Friedrich-Schiller-Universität ihre langjährige Expertise im Bereich inklusiver Berufsbildung, partizipativer Entwicklungsprozesse und subjektorientierter Didaktik in das Projekt ein. Ausgehend von ersten Pilot-Studien in Nordrhein-Westfalen sollen Erprobungen auch in Thüringen erfolgen und Eingang in die Lehrerbildung finden.
Mit IvO setzen die beteiligten Hochschulen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort und schaffen neue Impulse für eine inklusive und stärkenorientierte Berufsbildung.
Fachkontakt:
Prof. Dr. Petra Frehe-Halliwell
Friedrich-Schiller-Universität Jena
E-Mail: petra.frehe@uni-jena.de