Innovationsökonomik |
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Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet für Studenten der Volks- und Betriebswirtschaftslehre das Fach Innovationsökonomik als einen Studienschwerpunkt an. 1. Überblick In den letzten Jahren hat sich mehr und mehr die Einsicht gefestigt, daß die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen, Sektoren und Volkswirtschaften in wachsendem Maße von technologischem Wandel beeinflußt wird. Ein wesentliches Merkmal dieses Wandels ist das Auftreten von Neuerungen, die man auch als Innovationen bezeichnet. Hierunter versteht man hauptsächlich neue Produkte und Produktionsverfahren, wobei es sich im wesentlichen um sogenannte technologische Neuerungen handelt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von technologischem Fortschritt. Daneben werden aber auch oft neue organisatorische Formen, neue Vertriebs- und neue Absatzwege in die Analyse einbezogen. Betrachtet man sich die wirtschaftliche Entwicklung zumindest seit der (ersten) Industriellen Revolution, d.h. seit ungefähr den letzten 200-250 Jahren, so kann man sicherlich nicht bestreiten, daß technologische wie auch organisatorische und andere Neuerungen einen nicht unbedeutenden, wenn nicht sogar den maßgeblich prägenden Einfluß auf diese Entwicklung genommen haben. Die Innovationsökonomik befaßt sich ganz allgemein mit diesen Entwicklungen und den sich dabei vollziehenden Prozessen des innovativen Wandels. Sie versucht dabei, die Phänomene der Entstehung von Neuerungen und deren Verbreitung aus ökonomischer Sicht zu verstehen und zu erklären. Der hierzu notwendige Analyserahmen ist weit gespannt und reicht von der mikroökonomischen Diskussion des Neuerungsverhaltens von beispielsweise Unternehmern über sektorale oder industriespezifische Fragestellungen des neuerungsbedingten Strukturwandels bis hin zu makroökonomischen Problemstellungen den Zusammenhang zwischen Neuerungsaktivitäten und volkswirtschaftlichen Wachstum betreffend. In diesem Zusammenhang sind eine Reihe von Kernfächern der Volkswirtschaftslehre angesprochen, wie etwa die Industrieökonomik, die Wachstums- und Entwicklungstheorie, die Außenwirtschaftstheorie, die Arbeitsmarkttheorie, die Institutionenökonomik, die empirische Wirtschaftsforschung sowie die Wirtschaftspolitik. Während man aber in diesen Forschungsfeldern und Lehrfächern die Implikationen von technologischem Fortschritt und Innovationstätigkeit lange Zeit eher als ein - wenn auch nicht unwichtiges - Randphänomen betrachtete, legt es die rasante Entwicklung des technologischen Fortschritts in jüngerer Zeit nahe, die Innovationstätigkeit zentral herauszustellen und ihre elementare Bedeutung für die angesprochenen Forschungsbereiche hervorzuheben. Das Schwerpunktfach Innovationsökonomik wird daher den Studierenden einen breiten ökonomischen Ansatz zur Erklärung und zum Verständnis der Entstehung und der Verbreitung von Innovationen und technologischen Neuerungen präsentieren. 2. Ausbildungsziel Ziel des Schwerpunkts Innovationsökonomik ist es, die Studierenden auf theoretischer, empirischer und wirtschaftspolitischer Ebene intensiv mit dem Phänomen der Innovationstätigkeit vertraut zu machen. Die Ausbildung ist im wesentlichen volkswirtschaftlich geprägt und ermöglicht es den Studenten mit Ausrichtung Volkswirtschaftslehre, sowohl in der universitären Forschung wie auch im Bereich der stärker empirisch orientierten Forschung an den verschiedenen Forschungsinstituten oder bei Verbänden beschäftigt zu werden. Darüber hinaus bietet sich in den volkswirtschaftlichen Abteilungen von Banken und Großunternehmen, die sich vor allem auch mit strategischer Unternehmensführung befassen, ein breites und immer bedeutender werdendes Betätigungsfeld an. Daneben ist der Schwerpunkt Innovationsökonomik auch für die Studierenden des Studiengangs Betriebswirtschaftslehre von Interesse. Sie können darin Einsichten gewinnen und ihr Verständnis trainieren für generelle Technologieentwicklungen und deren Einfluß auf die wirtschaftlichen Belange von Unternehmen, Sektoren und gesamten Volkswirtschaften. Mit Bezug auf die strategische Unternehmensführung sowie auf ökonomische Fragestellungen in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ergeben sich hier eine Reihe von interessanten Arbeitsgebieten und Karriereperspektiven. Das gesamte Feld des Technologie- und Innovationsmanagements, das in immer stärkerem Maße den Erfolg von Unternehmen beeinflußt, ist hier angesprochen. 3. Inhaltliche Ausgestaltung der Kernveranstaltungen Die inhaltliche Ausgestaltung des Schwerpunkts Innovationsökonomik ist in umseitiger Tabelle im Überblick dargestellt. |
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